Anonymisierte Daten aus sozialen Netzwerken sind zurückverfolgbar
Datum 28.03.2009 | Kategorien SMMWeil sich immer mehr Menschen an sozialen Netzwerken beteiligen, wird es zunehmend leichter, aus anonymisierten Daten auf die Identität der zugehörigen Person zu schließen. Das wollen zwei Wissenschaftler der Universität in Texas, Austin durch ihre Forschungsergebnisse zu statistischen Verfahren beweisen.
In ihrem 5-seitigem PDF beschreiben sie, dass man sich nicht auf die anonymisierungs Algorythmen der Betreiber sozialer Netzwerke verlassen sollte und fordern dazu auf, dass die Nutzer selbst entscheiden können ob Ihre Daten anonymisiert weitergegeben werden dürfen.
In Ihrer Ausarbeitung schreiben Arvind Narayanan und Vitaly Shmatikov unter anderem, dass es leicht möglich sei anhand der untereinander vernetzten Freunde ein Profil zu einer einzelnen Person anzulegen und beispielsweise anonymisierte Datensätze wie Vor- und Nachname raus zu bekommen.
Die Forscher analysierten beispielsweise die anonymen grafischen Beziehungs-Darstellungen in Twitter, Flickr und Live Journal und fanden heraus, dass etwa ein Drittel der Personen, die sowohl Flickr als auch Twitter nutzten, aufgrund ihres Twitter-Graphs erkannt werden konnten.






