Clixpy – die neue Spionage 2.0 und wie man sich schützt
Datum 16.05.2009 | Kategorien Allgemein, CROWas kann dieser Dienst?
Erschreckenderweise habe ich heute einen Dienst kennen gelernt, der es ermöglicht sämtliche Mausbewegungen, Klicks und Eingaben aufzuzeichnen. Einzig und allein davon verschont bleiben Formularelemente, welche mit dem type=”password” Typ ausgestattet sind.
Auch wenn die Usercaptures anonym erfolgen, was jedenfalls gesagt wird, könnten Webseitenbetreiber mit einfachen (Programmier-)Mitteln rückverfolgen, von wem die Aufzeichnungen stammen. Wie dies geht sage ich selbstverständlich nicht. Wer sich ein Bild von den Möglichkeiten dieses Dienstes machen will, kann die Demonstrationsaufzeichnung durchführen.
Wie schütze ich mich nun?
Einmal wird von dem Dienst selbst eine Möglichkeit angeboten, ein Cookie zu setzen und von Aufzeichnungen verschont zu bleiben.
Warum dieser Schutz fast nichts bringt:
- Der Dienst kann den Schutz jederzeit rückgängig machen.
- Cookies werden von Programmen (z.B. CCleaner) oder dem Browser automatisch gelöscht, wenn entsprechende Einstellungen getroffen sind.
- Cookies haben eine begrentzte Lebensdauer.
Welche Schutzmaßnahme hilft nun effektiv gegen diese Spionage?
Eine Möglichkeit um sich vor diesen Aufzeichnungen zu schützen hat der Verbraucher aber noch. Hierfür muss eine Änderung an der Hostdatei vorgenommen werden. Dieser Schutz bleibt zwar nur so lange bestehen, wie sich die Domain, des eingebundenen Scripts nicht ändert, ist jedoch deutlich seltener, als ein Cookieverlust.
- Verzeichnis C:\Windows\System32\drivers\etc aufrufen.
- hosts Datei mit einem Editor öffnen (Notepad, Notepad++…).
- Dort sollte sich ein Eintrag mit folgendem Inhalt befinden: 127.0.0.1 localhost
Hier nach muss in einer neuen Zeile folgender Inhalt eingefügt werden: 127.0.0.1 clixpy.com
Nun kann auch die eigentliche Domain clixpy.com nicht mehr aufgerufen werden, da diese nun auf die lokale IP 127.0.0.1 umgeleitet wird.
Das war es auch schon. Ich hoffe, diesen Beitrag lesen einige bevor sie ausspioniert werden.







Da gibt es mehrere solcher Dienste.
Wie findet man diese denn? Anhand welchen Keywords usw.?
Ein weiterer Dienst ist zb http://m-pathy.com/ oder auch http://www.clicktale.com/
Suchen kann man bei google.de nach “mouse tracking”, “click tracking” oder auch “track user on website heatmap”
gibt es sogar als wordpress plugin
http://www.techmixer.com/track-your-blog-user-clicks-heatmap-using-wordpress-heatmap-plugin/
Danke für die Infos
Ist schon erschreckend was es alles gibt.
Da ist man ja nirgends mehr sicher.
Solange die Daten streng anonym gespeichert
werden und nur der Optimierung dienen,
vielleicht sogar die Nutzer über die
Aufzeichnung benachrichtigt werden,
finde ich dies ok. Jedoch wenn hiermit
Daten zurückverfolgt werden, Nutzern
zugeordnet werden – und ähnliches…
finde ich dies überhaupt nicht mehr gut.
Jedoch ist das angepriesene “alles anonym”
weitgehend genauso wenig kontrollierbar
wie das “die Daten werden nicht weitergegeben”.
Bald kauft Google eine der genannten Firmen und bietet es für die Kundschaft kostenlos an
Die Daten werden dann natürlich “anonym” von Google mit verwendet, um die Suchergebnisse besser zu machen…
Aber irgendwie schon erschreckend, was es alles gibt. Ich hab´s gleich mal ausprobiert. Ich hoff ich werd hier auf Elexpress nicht getrackt
Werf einen Blick in den Quelltext (STRG + U) und guck vor dem Headerende nach entsprechenden Code – den du nicht finden wirst
… dann brauchst du nicht mehr hoffen sondern hast Gewissheit
Ohje alles voll im Quelltext
Spaß bei Seite…
Also irgendwie finde ich hat man da keine Privatsphäre mehr, ich werde die entsprechenden Dienste beim Adblocker sperren. Eine “böse” Webseite kann ebenso eine ähnliche Technik nutzen um Eingaben, Passwörter und was es sonst noch so gibt auslesen und speichern. Ohne dass es ein Kunde bemerkt und man kann die Originalseite 1:1 anzeigen. Also denke da an gefakte Hotspots, die genauso aggieren und auch wie in echt funktionieren aber alles mitschneiden.
AJAX ist zwar ne tolle Technologie, aber leider auch wieder ein Böses Werkzeug in den falschen Händen.