Polizei verliert Paket im Wert von 90.000€ und zahlt keinen Schadensersatz
Unter Medien, Politik, Sicherheit 19.06.2009In einem sternTV Beitrag wurde ich über dieses unglaubliche Ereignis aufmerksam. Nachdem der Uhrenhändler Robert Hackbarth von einer Uhremmesse mit neuen Rolex Uhren kommt und gleich eine am Abend an einem Käufer verkauft, wird er von der Polizei gesehen. Diese führt eine Fahrzeugkontrolle durch und entdeckt einiges an Geld und teuren Uhren.
Nachdem die Waren beschlagnahmt werden, wird ihm ein Bericht über die Gegenstände gegeben, jedoch ohne Seriennummern. Um festzustellen ob die Uhren Originalware sind, verschickt die Polizei unversichert per DHL das Paket mit den Rolex Uhren samt Originalzertifikate an Rolex. Im Zwischenlager von DHL wird eingebrochen und weg ist das Paket.
Normalerweise müsste die Polizei nun für den Schaden aufkommen, da das Paket niemals hätte einfach so per DHL versendet werden dürfen und schon gar nicht unversichert. Doch was passiert? Der Händler bekommt 0€ und darf obendrauf alle Gerichtskosten samt Anwaltskosten der Polizei tragen. Zeugen und Quittungsrechnungen wurden abgewiesen. Mit der Begründung, dass er nicht mehr nachweisen könne, welchen Wert die Uhren hatten und auch nicht, dass diese original waren, wurde die Akte zugunsten der Polizei geschlossen.
Ich habe mitsamt diesem Bericht das Vertrauen in unseren Rechtsstaat verloren.
Leider konnte ich den SternTV Beitrag online als Video nicht finden. Hier ist ein Textauszug dazu und eine Reportage als Video von defacto habe ich noch gefunden:





