Datenschutzmissbrauch – Zusammenfassung

Unzählige Beiträge gibt es nun wieder in Portalen über den Datenmissbrauch in den vergangenen Wochen, damit ihr nicht lange Texte lesen müsst, die am Ende doch nur einige nützliche Kernpunkte enthalten, habe ich versucht das Wichtigste zusammenzutragen und aus mehren Portalen und Quellen Informationen zusammengefasst.

Krankenkasse gab Patientendaten an Unternehmen weiter
In einem Beitrag von Golem, ist zu lesen, dass die Krankenkasse DAK Daten an ein Call-Center weiter gegeben hat. Dieses hat anschließend die betroffenen Patienten zu einer besseren Lebensweise geraten. Somit würde die Versicherung Geld sparen und könnte sich eventuell besonders teuere Krankenhausaufenthalte sparen.

Wolfgang Bosbach, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag, setzt sich für den Datenschutz ein
Heise hat ebenfalls einen Artikel über den Datenschutzmissbrauch geschrieben. Unter anderem sollen die Datenmissbrauchsrisiken durch eine Verschärfung des Datenschutzes eingedämmt werden. Zudem erwähnte Bosbach, das Bußgelder zwischen 300 und 500 Euro den bis zu 250.000 Euro betragenden Strafrahmen bei weitem nicht ausschöpfen würden. Als wichtig bezeichnete Bosbach auch Zugriffe auf Datenbanken in Unternehmen zu protokollieren. Auf diese Weise könnten Datenschutzbeauftragte nachprüfen, ob ein rechtmäßiger Zugang bestanden habe.

Verbraucherzentrale warnt vor Datenschutzbetrügern am Telefon
Die Verbraucherzentrale in Rheinland Pfalz warnte ebenfalls vor Geschäftemachern, die aus dem Datenschutzverstoß auch noch Profit machen wollen. Sie bieten am Telefon eine Sicherung der persönlichen Informationen an, somit würde man auf ewig von Werbeanrufen oder illegalen Abbuchungen befreit sein. Als Gegenleistung erhoben diese dann eine Gebühr von 40 bis 60€. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, sich nicht auf Geschäfte mit solchen Leuten einzulassen, Kontobewegungen sorgfältig zu prüfen und unberechtigte Abbuchungen schnellstmöglich zurückzurufen.
Bei Verträgen die am Telfon bereits beschlossen wurden oder sogar noch untergeschoben werden, sollten Betroffene diese umgehend widerrufen oder anfechten.

Musterbriefe für den Widerspruch
Musterbriefe für den Widerspruch zur Einwilligung in die Datenweitergabe sowie zum Widerspruch gegen eine Abbuchung ohne Einzugsermächtigung bieten die Verbraucherzentralen der Länder sowie ihr Bundesverband im Web an.

Auch Kunden der Deutschen Telekom betroffen
In einem Stern Artikel steht, dass auch Kunden der Telekom betroffen sind. So habe ein Call-Center in Bremerhaven sich illegal Zugriff auf die Datenbanken verschafft und diese weiterverkauft. Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte, das Unternehmen sei offenbar Opfer hochkrimineller Machenschaften geworden.

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2 Kommentare
  1. Hallo,
    ich habe auch ein Problem und weiß nicht an wen ich mich wenden kann. Ich habe damals Daten wie Tel.nr., Wohnort usw. per Telefon weitergegeben an die Süddeutsche Klassenlotterie. Seitdem bekomme ich immer wieder anrufe von irgendwelchen Glücksspielgesellschaften bei dene ich angeblich mit gemacht habe die mir alle dies und das garantieren aber ich jedes mal meine Kontonr. angeben soll, was ich aber nie gemacht habe. Zwischenzeitlich habe ich erfahren das wohl die Polizei rausgefunden hat das jemand von der süddeutschen Klassenlotterie Daten im Internet verkauft hat. Ich bekomme seither teilweise bis zu 5 Anrufe am Tag ob ich was abschließen, kündigen oder ähnliches machen will, was natürlich sehr nervend ist. An wen kann ich mich den wenden damit die Daten vll. gelöscht werden oder zumindes diejenigen die anrufen zur Rechenschaft gezogen werden. Es würde mich natürlich auch interessieren was ich gegen die Person von der süddeutschen Klassenlotterie als Privatperson machen kann. Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen. Danke, Bettina

  2. Dominik

    24. September 2008

    Hallo Bettina,
    ich hoffe mal dutzen ist ok.
    Auf der Webseite Datenschutz.de findest du die für dich zuständigen Datenschutzinstitute. Eventuell solltest du in diesem Fall den Kontakt mit einem entsprechendem Institut sorgen.

    Es ist dein Recht zu erfahren, ob die Süddeutsche Klassenlotterie deine Daten weitergegeben hat und zu welchen Zwecken diese gespeichert wurden. Außerdem kannst du einen Schadensersatz aufgrund der persönlichen Störungen fordern, dabei muss die Süddeutsche Klassenlotterie beweisen, dass sie dafür nicht haftbar gemacht werden. Jedoch solltest du den Schadensersatz vorher mit einem Datenschutzbeauftragten abklären.

    Zudem kann ich dir noch empfehlen bei den Anrufen immer wieder zu sagen, dass du dich darum kümmerst für diese persönlichen Anrufe haftbare Unternehmen ausfindig zu machen, danach sollten die meisten Callcenter oder anderen Firmen erstmal deine Daten aus ihren Verzeichnissen löschen.

    Falls es noch notwendig ist, hast du immer noch ein Recht darauf zu verlangen, dass deine Daten gesperrt werden oder bei entsprechenden Fehlinformationen korrigiert werden.

    Jedoch muss ich dir so ehrlich sagen wie die Realtität ist, du hast viele Rechte und Gesetze auf deiner Seite doch letztendlich kann keiner zu 100% nachweisen an wen deine Daten gesickert sind und ob du nun wirklich Ruhe hast, dafür geht die Informationsverarbeitung in der digitalen Welt zu schnell.

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