Semalt Referrer Spam in Google Analytics blocken oder via .htaccess aussperren

Mir sind bei einigen eigenen als auch Kunden Projekten über den Hostname semalt.com und mehrer Subdomains dieser Domain unerwünschte verweisende Zugriffe im Google Analytics aufgefallen.

Was ist semalt.com?

Bei semalt.com handelt es sich um eine Online-Marketing Analyse Lösung wie z.B. auch die vielerorts bekannte Sistrix Toolbox. Allerdings scheint man sich bei Semalt einer recht aggressiven & störenden Growth Hacking Methode zu bedienen um die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich zu ziehen. Ein Impressum oder Anbieterinformationen sucht man auf der rein auf den Signup beschränkten Seite vergebens, was nicht gerade für ein seriöses Unternehmen spricht.

Wo liegt das Problem beim Semalt Referrer Spam?

Da dieser Referrer zum Teil monatlich mehrere hundert, vereinzelt auch > 1.000 Google Analytics Sitzungen vermittelt aber eine Absprungrate von > 98 %, oftmals 100 % aufweist, werden Statistiken verfälscht, die man letztlich wieder bereinigen muss um zuverlässige Auswertungen treffen zu können.

So kannst du den Semalt Referrer aussperren:

Möglichkeit 1: Semalt Referrer im Google Analytics rausfiltern

Im Google Analytics können unter Verwalten > Datenansicht > Filtern die Zugriffe von Semalt ausgeschlossen werden. Hierzu erstellt man einen neuen Filter und wählt bei Filtertyp „Ausschließen“ sowie „Benutzerdefiniert“ und hinterlegt beim Filterfeld „Verweis“ das Filtermuster semalt.com.

Google Analytics Filter Semalt Referrer

Google Analytics Filter für Semalt Referrer anlegen

Möglichkeit 2: Semalt Referrer via .htaccess vom Zugriff aussperren

Da es sich bei den semalt.com Zugriffen um ungewünschten Traffic handelt, habe ich mich dazu entschlossen den Bots den Zugriff auf die Seite gänzlich zu verwehren. Hierzu kann man einfach in seiner .htaccess Datei folgenden Eintrag hinzufügen.

RewriteCond %{HTTP_REFERER} semalt\.com [NC]
RewriteRule .* - [F]

Beim Zugriff über einen Referrer der semalt.com enthält wird anschließend ein 403 Forbidden Statuscode zurückgeliefert.

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6 Kommentare
  1. Schön erklärt. Eigentlich reicht ja Möglichkeit 1. Bei Möglichkeit 2 versauen es sich viele und machen Unfug mit der htacess. Und später gibts Probleme mit dem Upload da z.B. Mac eine Dateien ohne Zeichen vor dem Punkt anzeigt. Netter Bericht. Wir sollten uns mal verlinken.

  2. Dominik

    20. November 2014

    Naja die meisten Internetseiten nutzen ja vielleicht verschiedene Statistik Tools oder gerade im E-Commerce Umfeld auch mal CRO relevante Analysesysteme. Hier jedesmall einen Ausschluss vorzunehmen (sofern überhaupt möglich), wäre doch ziemlich lästig. Insofern ist der zweite Weg sicherlich der konsequenteste ;).

  3. Hi Dominik,

    wieder ein guter Artikel.
    Hab mich letztens schon gewundert, als ich in meine Analytics geschaut habe. Habe mir aber nichts weiter dabei gedacht.

    Gut, dass du dieses Thema noch mal aufgegriffen hast. Logisch, dass da die Statistiken komplett verfälscht werden.

    Habe meine .htaccess angepasst, danke.

    Cheers,

    Edu

  4. Vielen Dank für den Hinweis.
    Tatsächlich macht bei mir der Traffic von semalt.com mittlerweile fast 10% aus und verfälscht damit deutlich die Statistiken.

    Darüber hinaus taucht bei mir immer noch:
    buttons-for-website.com, youtube-downloader.savetubevideo.com und musicas.kambasoft.com auf, die scheinbar die selbe Methode verwenden.

    Dabei fällt auf das zum Teil Zugriffe von verschiedensten, und per Zufall generierten, Subdomains erfolgen. Sollte man beim Einrichten des GA Filters berücksichtigen.

    Habe mich daher auch für die einfachere und konsequentere .htsccess Methode entschieden

  5. Dominik

    8. Dezember 2014

    Hallo Holger, ich hatte kürzlich nach weiteren Recherchen auch herausgefunden, dass der Anbieter offensichtlich nicht über verschiedene Server und clientähnlichen Bots auf die Seiten zugreifen, sondern mit der Installation der YouTube Downloader Software der Nutzer unbemerkt im Kleingedruckten der Nutzungsbestimmungen dem Anbieter die Möglichkeit einräumt, Browser Requests an andere Internetseiten zu senden. Somit hat sich der Anbieter ein eigenes Botnet aufgebaut, mit dem er fleißig die Logfiles des WWW zuspammen kann.

  6. …gute, schnelle Tipps!
    Aber man muss echt immer auf der Hut sein. Semalt ist gerade sehr präsent, doch Fake-Traffic ist ja leider ein tägliches Übel, das weit über einzelne Referrer hinaus geht…
    :/

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